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Style Saturday mit Andrea Camen

29. Aug.
4 Min. Lesezeit

Andrea Camen war Fotografin bei der Sendung „Sing meinen Song", wo ich Stylingverantwortliche war. Somit sind wir mehrere Jahre lang jeweils zwei Wochen gemeinsam ins Ausland gereist.


Und klar, solche intensiven Zeiten, wie es grosse Produktionen ja sind, schweissen zusammen. Doch mit Andrea war da sofort viel mehr. Wir verstanden uns auf Anhieb ausserordentlich gut. Und was ich sehr an ihr mag, ist, dass sie eine absolute Topfotografin ist, die Menschen, gefühlt, in Windeseile von ihrer schönsten Seite ablichtet.


Dabei macht sie es aber so ruhig und locker, dass sich jede und jeder wohlfühlt und das Fotografieren geniesst. Ich selber mag es eigentlich gar nicht, vor der Kamera zu stehen. Doch die Fotostunden mit Andrea waren so entspannt und angenehm, dass dabei einige der schönsten Bilder von mir entstanden sind.


Sie hatte schon viele bekannte Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik, Kunst und der Musikszene vor der Kamera, und ihre Fotos sprechen alle für sich selbst. Dabei ist Andrea superbescheiden: Wenn ich ihr so ein Kompliment mache, sagt sie nur „ja, also da hatte ich nur wenig Zeit – man könnte schon noch mehr machen, wenn ich länger hätte fotografieren können." Künstlerin durch und durch, die ihre Kunst immer wieder verbessert und sich weiterentwickelt.


Und Andrea ist eben viel mehr als eine gute Fotografin. Sie ist eine witzige, verspielte und tiefgründige Persönlichkeit, die selber unterschiedliche Kunstprojekte weltweit unterstützt. Dazu ist sie immer sehr offen, Neues zu lernen und auszuprobieren – ein Beispiel: Kürzlich hat sie eine Breathwork-Ausbildung gemacht, die ihre persönliche Entwicklung und ihre kreative Arbeit auf schöne Weise ergänzt, wie sie es liebevoll beschreibt.


Vielleicht ist es genau diese Offenheit und Neugierde, vereint mit einem Künstlerherz, was Andrea so besonders macht. Denn sie strahlt so viel Lebensfreude und Lässigkeit aus, dass es fast ansteckend ist. Dazu ist sie eine Weltnomadin, und ich erreiche sie regelmässig in anderen Ländern oder auf anderen Kontinenten.


Eine so spannende Persönlichkeit also, die durch ihren Job und ihr Leben schon vieles erlebt hat. Dass sie mit uns nun ihre Sicht und ihren Umgang mit Styling teilt, freut mich ausserordentlich, und ich bin gespannt 😀.


Los geht's.


Andrea Camen

Name: Andrea Camen

Alter: 46 Jahre

Beruf: Fotografin


Wie würdest du deinen Style in 3 Worten beschreiben?

Minimalistisch, feminin, natürlich (und doch elegant).

 

Was ist dir wichtig bei deinen Outfits – besonders bei Auftritten oder im Job?

Am wichtigsten ist mir, dass ich mich in meinem Outfit wohlfühle. Ich liebe angenehme Materialien, klare Schnitte und Looks ohne viel Schnickschnack. Mal sportlich-casual reduziert, mal farbig und mit Mustern, aber auch mal mit einem artistic edge, etwas Besonderem, was zu meiner Persönlichkeit passt.


Was ist dein absolutes Lieblingskleidungsstück – und warum?

Eines meiner Lieblingskleidungsstücke ist ein sommerlicher Hosenanzug in einem erfrischenden Grünton mit weissen Längsstreifen. Ich bin damit in Kürze ready für den Tag und für unterschiedlichsten Situationen passend gekleidet.


Was bedeutet „Stil“ für dich persönlich?

Stil geht für mich weit über Mode hinaus. Es bedeutet für mich, sich selbst Sorge zu tragen, einen gesunden Lifestyle und Mindset zu pflegen und sich in seiner Haut wohl zu fühlen. Eine gepflegte Erscheinung und eine schöne Ausstrahlung gehören für mich genauso dazu, wie die Kleidung selbst.

 

Wenn du für einen Tag in den Kleiderschrank einer Ikone schlüpfen dürftest – wessen wäre es?

Ich würde unglaublich gerne einen Tag lang durch die früheren Kollektionen von Karl Lagerfeld stöbern. Aktuell möchte ich gerne einen Einblick in die faszinierende Welt von Iris van Herpen erhalten und ein originelles Kleid für ein kommendes Fotoprojekt auswählen.

 

Was war dein grösster Aha-Moment in Sachen Stil?

Die Erkenntnis, dass ein Kleidungsstück in erster Linie zu mir und meiner Persönlichkeit passen muss – völlig unabhängig davon, ob es gerade gehypt wird oder nicht.

 

Ein gutes Styling und ein cooler Look sind auch bei Photo-Shoots bereits die halbe Miete und ausschlaggebend für ein gelungenes Bild. Wenn Outfit, Farben und Details stimmen, entsteht nicht nur ein stimmiges Gesamtbild, sondern die Person vor der Kamera fühlt sich bereits selbstbewusster vor der Kamera.

 

Ein besonderes Detail oder die richtige Kombination können bereits den Unterschied machen. Kleidung unterstreicht die Persönlichkeit, kann eine bestimmte Stimmung erzeugen und einer Bildserie das gewisse Etwas oder den richtigen Twist verleihen.

 

Das sehe ich regelmässig auch bei meinen Kundinnen und Kunden vor der Kamera: Hat jemand seinen eigenen Stil gefunden und steht dazu, so wirkt das attraktiv – nicht nur vor der Kamera.


Ein von ZFF-Reportern produziertes Video – hier Andrea in einem luftigen, wunderschönen Abendkleid in Hellgrau.

Was ziehst du an, wenn du dich „nicht nach Mode fühlst“?

Einen schwarzen, ultrabequemen langen Rock und sofern es etwas kühler wird, mein Lieblingsjäckchen. Ich habe es vor ein paar Jahren in New York gekauft und seitdem hat es mich an die unterschiedlichsten Orte dieser Welt begleitet.


Andrea in den Ferien
Auch auf ihren Reisen setzt Andrea auf einen bequemen und doch sehr sinnlichen Look. 📸 Pascal Richard

Wie beeinflussen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum deine Fashion-Entscheidungen?

Nachhaltigkeit beeinflusst mich stark. Ich kaufe lieber weniger und dafür bewusster. Wenn ich etwas entdecke, das mich wirklich begeistert, hochwertig ist und von dem ich weiss, dass ich sehr Freude daran habe, darf es gerne mehr kosten.

 

Gibt es ein Fashion-Ziel oder Traumprojekt, das du noch umsetzen möchtest?

Ich möchte bald wieder mal ein spannendes Fashion Fotoshooting mit starker Mode umsetzen. Bei welchem ich keine Vorgaben beachten muss.

 

Was wünschst du dir, dass Menschen über Mode endlich verstehen würden?

Dass Kleidung wieder mehr Wert bekommt. Weltweit entstehen jedes Jahr enorme Mengen an Textilabfällen. Gemäss den Zahlen von United Nations Environment sind es rund 92 Mio. Tonnen. Ich wünsche mir einen bewussteren Umgang mit Mode, dass mehr auf Wertigkeit geachtet wird, bereits schon beim Shoppen. Weniger, dafür besser und mit mehr Wertschätzung.


Andrea’s Shopping-Profil:


Andreas Shoppingprofil


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Danke, liebe Andrea.


Ich freue mich auf weitere Projekte von dir und auf gemeinsame Fotoshootings, die sicherlich bald wieder kommen.


Aktuell arbeitet Andrea neben der Fotografie an einer Fotoausstellung, die sie nächstes Jahr zugänglich machen wird.

Ich bin gespannt und freue mich drauf.


Du willst mehr über Andrea erfahren? Dann findest Du mehr hier ⬅️.

 
 

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