Style Saturday mit Sandra Stella Triebl
- Tatjana Kotoric

- 30. Mai
- 5 Min. Lesezeit
Ich war von Sandra Stella und ihrer Arbeit schon während meiner Anstellung beim Schweizer Radio und Fernsehen sehr beeindruckt. Doch im Rückblick konnte ich damals eigentlich gar nicht so richtig nachvollziehen, was es für eine selbständige Person bedeutet, wenn man von solch starken Netzwerken unterstützt wird.
Als ich später selbständig wurde und mein Kunde PKZ mich für einen Stylingworkshop für die League of Leading Ladies Conference in Bad Ragaz buchte, durfte ich die Power von Sandra Stella und ihrem Netzwerk Ladies Drive direkt selbst erleben. Diese zwei Tage heben Frauen auf ein neues Level. Sie zeigen, was alles möglich ist, wenn Frauen wie Sandra Stella und ihr Netzwerk die Bühne bieten. Inzwischen ist eine langjährige Zusammenarbeit entstanden, die ich sehr schätze und liebe.
Was ich bei Sandra Stella besonders mag: Sie bringt Zukunftsthemen auf den Tisch – und zwar sehr nah. Sie spricht Themen an, an die andere sich nicht herantrauen, sie integriert Spiritualität in starkes Business und sie selbst hebt die Energie, damit alle anderen strahlen können. Eine unglaublich starke, visionäre und warmherzige Frau, die anderen Menschen eine Bühne baut, damit sie sich weiterentwickeln können.
Und wenn du jetzt das Interview liest, dann wirst du genau spüren, was ich meine. Hier bekam Sandra Stella die Möglichkeit, ihre Stylingroutinen und Erfahrungen zu teilen. Doch sie nutzt sofort ihre Bühne, um anderen Frauen – begabten Designerinnen – den Auftritt zu geben. So ist Sandra Stella.
Und meine Laudatio könnte jetzt seitenlang werden. Denn Sandra Stella hat so viele spannende Projekte. Eines davon ist die Ladies Drive Academy – dort unterstützen sie Start-ups mit wichtigen Gründungsthemen wie z.B. Recht, Kommunikation oder Finanzen, damit sie die Gründungsphase bestens meistern. Wir durften mit der STYLE ME easy App dabei sein. Erfahrene Unternehmerinnen teilten ihre Learnings mit uns und ich muss zugeben: Ganz oft haben mir genau diese Punkte bei Schwierigkeiten im Alltag Kraft gegeben. So wertvoll und toll.
Ja, Sandra Stella bewegt. Sie stärkt. Und sie inspiriert. Und dass sie, mit so viel Erfahrung an Auftritten auf der Bühne, Fotoshootings oder Podiumsgesprächen, mit uns ihre Stylingtipps und -tricks teilt – das freut mich unheimlich. Danke dir Sandra Stella für alles, was du für uns Frauen machst und natürlich auch für dieses tolle Interview!

Name: Sandra-Stella Triebl
Alter: 53 Jahre
Beruf: Unternehmerin, Verwaltungsrätin, Kindness Economist
Wie würdest du deinen Style in 3 Worten beschreiben?
Ich würde das am ehesten mit „Conscious Feminine Intellectual“ oder „Mystic Business Elegance“ beschreiben. Mein Stil ist nicht trendgetrieben sondern hat viel mit Resonanz, Energie, Haltung oder Präsenz zu tun. Ich bin mir bewusst, dass auch mein Kleiderstil eine Geschichte über mich erzählt - und dass ich mit dem, was ich trage, in Resonanz mit meiner Umwelt gehe.
Was ist dir wichtig bei deinen Outfits – besonders bei Auftritten oder im Job?
Dass ich Business-Autorität, kreative Freiheit, emotionale Offenheit, weibliche Sinnlichkeit, Tiefe und Nahbarkeit ausstrahle.
Was ist dein absolutes Lieblingskleidungsstück – und warum?
Da gibt es gleich mehrere: die wundervollen Hana-Seidenblusen von Kazu Huggler. Davon hab ich eine ganze Sammlung! Oder die Leinen-Baumwoll-Hosen von Carla Lehmann (Sode). Und dann gibt es ein paar wundervolle Akris Punto-Kleider mit filigranen Applikationen, die absolut zeitlos schön sind.
Und im Business habe ich mich in die schweren Viscose-Stoffe von Atelier 1985 verliebt. Lea Dätwyler versteht es, absolut fliessende Oversize-Hosenanzüge zu zaubern, die nie knittern und einfach immer gut aussehen
Wie hat sich dein Stil im Laufe der Jahre verändert?
Mein Stil hat sich insbesondere seit der Menopause verändert: ich kann schlicht nichts mehr mit nur einem Hauch Polyester tragen. Mir ist nicht nur zu heiss darin - es war, als hätte sich meine Frequenz verändert, die nicht mehr dazu passt. Seither trage ich ausschliesslich Naturmaterialien. Baumwolle, Leinen, Viskose, Seide - oder Brennessel-Stoffe, die es früher überall gab - sie sind etwas fester als Baumwolle mit einem Look wie Leinen. Da gibt es tolle Stücke, zum Beispiel von Moya Kala.
Gibt es etwas, das dich modisch geprägt hat – ein Mensch, ein Ort oder ein Erlebnis?
Zu Beginn meiner Karriere, als ich 20 oder 30 war, hab ich mich eher versucht anzupassen, mich so zu kleiden, wie die anderen um mich herum, weil ich realisiert hab, dass ich dann besser einschätzbar und besser „verdaulich“ bin für andere. Mittlerweile sehe ich mich auch als Promoterin Schweizer Designerinnen und Modemacherinnen, die einfach zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, die aber einen Wahnsinnsjob machen. Kazu Huggler ist für mich zum Beispiel eine wahre Ikone, der man zuhören darf.
Wie beeinflusst dein Beruf deinen Style?
Als Unternehmerin in der Medienbranche habe ich das Glück, dass ich mit dem kreativen Umfeld assoziiert werde - ich habe sicher schon im Grundsatz mehr modische Freiheiten als eine Bankerin oder eine Beraterin. Ich möchte mich aber nicht verkleiden - Weiblichkeit und Eleganz sind für mich in weichen, fliessenden Stoffen repräsentiert, die einen umspielen, die andeuten aber nicht zu viel verraten. Wenn ich in den Spiegel schaue, soll ich mich sehen - nicht eine Rolle, eine Funktion oder Status. Sondern koagulierter Geist in Stoff.
Wie hat sich dein Stil von deiner Kindheit bis heute entwickelt?
Früher wurde ich von meiner Mama als Prinzessin mit herzigen Kleidchen angezogen. Später habe ich mich als Prinzessin angezogen, um mich gut zu fühlen.
Heute fühle ich, dass ich mein Inneres nähren darf, mein Herz und meinen Verstand, um mich wahrlich gut zu fühlen in meiner Haut.
Wie bereitest du dich auf einen Auftritt, Dreh oder Event vor?
Wenn ich weiss, dass ich beispielsweise auf einem Panel sitze - dann brauche ich ein „Sitz-Outfit“. Also etwas, das nicht nur stehend vor dem Spiegel nett aussieht, sondern eben auch im Sitzen. Und wenn du ein Mikrofon (ein Headset) verpasst bekommst, braucht man immer ein zweiteiliges Outfit, damit man das Battery Pack am Gürtel oder an der Hose befestigen kann. Das schränkt entsprechend ein bisschen ein.
Ich achte dann auch darauf, dass ich keine geschlossenen Blazer trage, die im Sitzen dann ausschauen, als sei man ein aufgeblähtes Ofenküchlein. Ich teste das also immer vorher. Und bei Keynotes ist es mir wichtig, dass ich mich echt wohl fühle - wenn da etwas zwickt oder nicht sitzt, bin ich aus dem Takt. Deshalb verzichte ich auch generell auf enganliegende Outfits für solche Auftritte.
Wie beeinflussen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum deine Fashion-Entscheidungen?
Ich kaufe nichts weil es gerade „in“ oder trendy ist. Ich kaufe nichts bei Modemarken, wo ich weiss, dass sie nicht nachhaltig produzieren. Deshalb suche ich mir lieber ein wundervolles Stück bei einer Schweizer Designerin, das etwas mehr kostet, weil es limitiert ist zum Beispiel, und an dem ich dann möglichst lange Freude haben kann.
Früher hab ich laute, bunte, auffällige Cavalli-Outfits gekauft - aber wenn du das einmal getragen hast, kennt das jede und jeder. Heute kaufe ich mir zeitlose Mode, die ich optimal kombinieren kann. Und ich kaufe bei Menschen, die ich bewundere, kenne und wo ich weiss, dass sie nachhaltig einkaufen oder produzieren und wo noch echte Handarbeit dahinter steckt.
Als Konsumentin kann ich das beeinflussen - mehr als wir denken. Auch der Ozean besteht aus vielen einzelnen Tropfen - deshalb ist jede Konsumentscheidung mehr als nur „ein Tropfen auf den heissen Stein“. Wenn ich konsumiere, dann möglichst bewusst. Ich schaue hin, frage nach. Ich sehe das auch als meine Verpflichtung - damit Menschen in Entwicklungsländern nicht zu unmenschlichen Konditionen billige Wegwerfmode produzieren müssen.
Sandra Stella’s Shopping-Profil:

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Danke Sandra Stella!
So inspirierende Worte und so tolle Brands, die du hier teilst. Love it 💗.
Für alle Ladies: Erfahrt hier mehr über Sandra Stellas Arbeit und ihr unglaubliches Netzwerk hier. Es lohnt sich!


