Style Saturday with Kiki Maeder
- Tatjana Kotoric

- 21. März
- 4 Min. Lesezeit
Kiki Maeder kennen die meisten von euch spätestens aus Happy Day – einer der erfolgreichsten Sendungen im Schweizer Fernsehen. In der Sendung schenkt sie Menschen, deren Schicksal nicht immer einfach war, mit ihrer Arbeit ein neu umgebautes Zuhause – und damit die Möglichkeit für einen Neuanfang. Sie überrascht Menschen und macht sie glücklich.
In meiner Zeit als Chefstylistin beim SRF durfte ich Kiki einige Male einkleiden. Und das waren jedes Mal super entspannte und schöne Styling-Momente. Zugegeben: Kiki ist eine wunderschöne Frau, die sehr vieles tragen kann. Zudem weiss sie ziemlich genau, was ihr gefällt und zu ihr passt. Die Stylingarbeit war also angenehm einfach.
Was mir an Kiki jedoch besonders gefällt – und was mir als Erstes einfällt, wenn ich an sie denke –, ist ihre Art, Dinge mit grossem Interesse, aber gleichzeitig mit einer gewissen Gelassenheit anzugehen.
Diese Mischung aus Entspanntheit und Lässigkeit, trotz hoher Professionalität, macht Menschen meiner Meinung nach besonders anziehend. Und vielleicht ist sie genau deshalb bei den Zuschauern und allen Kollegen so beliebt.
Dass sie sich bereit erklärt hat, einige ihrer Stylingtipps mit uns zu teilen, freut mich riesig. Also: Los geht’s.

Name: Kiki Maeder
Alter: 45 jahre
Beruf: Moderatorin / Medientrainerin
Wie würdest du deinen Style in 3 Worten beschreiben?
Authentisch, schlicht, im Jetzt.
Was ist dir wichtig bei deinen Outfits – besonders bei Auftritten oder im Job?
Bei meinen Outfits ist mir vor allem wichtig, dass sie sich nach mir anfühlen. Ich möchte mich darin wohl fühlen – gerade bei Auftritten oder vor der Kamera merkt man sofort, ob etwas wirklich passt oder nur „angezogen“ wirkt. Meine Looks sollen professionell sein, aber nicht steif. Mit Stil und mit einer gewissen Leichtigkeit. Ich achte darauf, dass sie zur Situation passen und gleichzeitig meine Persönlichkeit widerspiegeln.
Was ist dein absolutes Lieblingskleidungsstück – und warum?
Mein brauner Karo-Blazer. Leider aktuell auf Abwegen – ich habe ihn im Zug liegen gelassen und hoffe sehr, dass er zu mir zurückfindet. Ich liebe ihn, weil ich ihn mit vielem kombinieren kann. Er funktioniert zu Jeans genauso wie über einem schlichten Kleid. Eine perfekte Mischung aus Lässigkeit und Struktur.
Wie hat sich dein Stil im Laufe der Jahre verändert?
Früher war ich experimentierfreudiger und habe Trends stärker ausprobiert – heute weiss ich viel klarer, was zu mir passt und was nicht. Ich setze bewusster auf Schnitte, Farben und hochwertige Materialien. Zum Beispiel bin ich mittlerweile der Meinung, dass Muster einfach nicht wirklich zu mir passen – ich fühle mich in klaren Linien und ruhigen, einfarbigen Looks besser. Insgesamt ist mein Stil reduzierter geworden.
Wie beeinflusst dein Beruf deinen Style?
Mein Beruf beeinflusst meinen Stil definitiv. Als Moderatorin stehe ich im Fokus, doch gleichzeitig geht es nie um mich, sondern um die Menschen, die ich begleite. Deshalb versuche ich Looks zu wählen, die Präsenz haben, ohne abzulenken. Klare Schnitte, starke Silhouetten und ruhige Farben.
Ich habe einen vollen Kleiderschrank, weil meine Einsätze so divers sind: ein Tag auf einer Happy Day-Baustelle, ein Panel an einem Forum oder eine Award-Verleihung – es muss alles Platz haben. Genau dieses breite Spektrum an Aufgaben liebe und schätze ich sehr.
Gleichzeitig muss ein Outfit für mich vor allem auch bequem und funktional sein.
Wenn du für einen Tag in den Kleiderschrank einer Ikone schlüpfen dürftest – wessen wäre es?
Wenn ich für einen Tag in einen Kleiderschrank schlüpfen dürfte, dann in den von Caroline Bessette Kennedy. Ich finde ihre Garderobe schlicht und unaufgeregt – aber immer mit dem gewissen Etwas.
Wie bereitest du dich auf einen Auftritt, Dreh oder Event vor?
Beim Outfit überlege ich mir zuerst, was der Rahmen verlangt – mein Look soll das unterstützen, nicht übertönen. Dann der Blick in den Kleiderschrank: Manchmal ist ein Griff ein Volltreffer. Manchmal braucht es zehn Kombinationen, bis es klickt. Dieses „Klick“ ist entscheidend – dann weiss ich, es stimmt. Es ist mir sehr wichtig, mich darin wirklich wohl zu fühlen.
Gibt es Styling-Tricks, die du dir über die Jahre angeeignet hast?
Mein grösster Styling-«Trick» (wenn man das überhaupt als Trick bezeichnen darf): Capsule Wardrobe. Wenige, gut kombinierbare Teile, klare Linien, ruhige Farben. Vielleicht nicht spektakulär – aber garantiert nie daneben. Es gibt mir Ruhe, spart Zeit und sorgt dafür, dass ich mich auf den Inhalt konzentrieren kann. Ein No-Brainer.
Was ziehst du an, wenn du dich „nicht nach Mode fühlst“?
Wenn ich mich nicht nach Mode fühle, dann greife ich zu Jeans und einem weissen Shirt. Geht immer. Kombiniert mit Jacke und Sonnebrille - da kann man nichts falsch machen.
Wo suchst du Inspiration – Social Media, Streetstyle, Reisen oder Menschen um dich herum?
Inspiration finde ich auf Social Media – aber meine grösste Quelle sind meine wunderbaren Freundinnen. Meine Stil-Ikonen. Sie wissen, was gerade in ist, beraten mich ehrlich und sind mir modisch oft ein paar Schritte voraus. Neben ihnen fühle ich mich manchmal leicht hinter dem Berg und merke: Mode ist eine Wissenschaft für sich.
Kiki’s Shopping-Profil:

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Danke, liebe Kiki, für all deine Stylingtipps. Besonders gefallen hat mir dein „Bis es Klick macht“ – genau so empfinde ich es auch, wenn ein Outfit einfach passt. Ich hätte es nicht besser beschreiben können. So toll.
Kiki ist das nächste Mal am 11. April bei Happy Day auf SRF zu sehen. Ich werde ganz sicher reinschauen und bin gespannt, bei welchem Outfit es dieses Mal bei Kiki „Klick“ gemacht hat.

