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Style Saturday with Lea Montini

2. Okt.
6 Min. Lesezeit

Kennengelernt habe ich Lea 2008 beim Schweizer Radio und Fernsehen. Sie war damals Junior Art Director für alle Informationssendungen und plante die Designs für sämtliche Studios. Ich kleidete die Moderatorinnen und Moderatoren dafür ein. Sehr schnell merkten wir, dass wir uns gut verstehen. Ich mag hochprofessionelle Menschen, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen – und genau so ist Lea.

 

Als sie 2012 das SRF verliess, um ihr eigenes Unternehmen Mooris – die erste Online-Plattform für Designermöbel – aufzubauen, vertiefte sich unsere Freundschaft. In den letzten 18 Jahren haben wir unglaublich viel gemeinsam erlebt und heute ist sie eine der wichtigsten Frauen in meinem Leben.

 

Ich bewundere Leas kreative, ruhige und offene Art sehr. Wie keine andere versteht sie es, ein stimmiges Bild zu erschaffen. Ob Logos, Bilder oder Möbel – Lea beherrscht die visuelle Sprache und weiss alles stimmig ins richtige Licht zu rücken. Als Gründerin von Mooris hat sie gezeigt, was für eine tolle Unternehmerin sie ist: Mooris entwickelte sich in diesen Jahren zum führenden Möbelanbieter in der Deutschschweiz.

 

Und trotz ihres grossen Erfolgs ist sie immer sehr bodenständig, zugänglich und bescheiden geblieben. Als sie mich vor vier Jahren für eine Stylingberatung in Paris buchte, durfte ich ihr helfen, ihr Styling auf die nächste Stufe zu heben. Gemeinsam kreierten wir ihren Stil – mit den perfekten Brands, Farben und Kombinationen für sie. Damals entschied sie sich auch, ihre erste Designertasche zu kaufen: ein tolles Keypiece, das sie bis heute überallhin begleitet (mehr dazu im Interview).

 

Neben unserer Freundschaft haben wir in den letzten Jahren auch ein gemeinsames Herzensprojekt ins Leben gerufen – Invited by Lea und Tatjana. Dafür organisieren wir für eine kuratierte Gruppe von Menschen eine Tavolata, bei der wir unsere Netzwerke miteinander verknüpfen. Ein tolles Projekt, das in Zukunft noch wachsen wird. Mehr dazu asap. Zudem ist geplant, dass Lea künftig als Marketingverantwortliche bei der STYLE ME easy App einsteigt. Ja, Lea ist toll. Und ich könnte noch lange weiterschwärmen, aber in diesem Interview geht es nicht um meine Empfindungen, sondern um Leas Gedanken, Ideen und Visionen.

 

Also lasst euch von ihrer Sicht auf Styling inspirieren. Los geht's!


Lea Montini braune Jacke
Fotocredits: Andrea Camen

Name: Lea Montini

Alter: 48 Jahre

Beruf: Unternehmerin, Gründerin Mooris.ch


Wie würdest du deinen Style in 3 Worten beschreiben?

Schlicht, hochwertig, unkompliziert.

 

Was ist dir wichtig bei deinen Outfits – besonders bei Auftritten oder im Job?

Ich möchte authentisch wirken und mich in meinen Kleidern wohlfühlen. Ein Outfit muss zu mir passen – sobald ich mich verkleidet fühle, funktioniert es für mich nicht. Gerade bei wichtigen Terminen möchte ich mich auf die Menschen und das Gespräch konzentrieren können und nicht ständig darüber nachdenken, ob ich mich in meinem Outfit wirklich wohlfühle.


Was ist dein absolutes Lieblingskleidungsstück – und warum?

Meine Jeans von Anine Bing. Ich kann sie immer wieder anders kombinieren: mal lässig und sportlich, mal chic und elegant. Genau diese Vielseitigkeit macht sie zu meinem Lieblingsstück. Ich mag es, wenn ein Kleidungsstück zu ganz unterschiedlichen Anlässen funktioniert und sich mit wenigen Veränderungen ein neuer Look ergibt.


Wie hat sich dein Stil im Laufe der Jahre verändert?

Ich bin in den 80ern aufgewachsen – da hat man erst einmal die Kleider der älteren Geschwister geerbt. Kleidung war in unserer Familie immer von guter Qualität, manchmal sogar selbstgemacht. Sie sollte vor allem praktisch und angenehm sein. Mode um der Mode willen stand weniger im Vordergrund.


Lea Montini als Kind
Lea in jungen Jahren – in Ecru und Schokoladenbraun, Farben, die sie bis heute liebt.

 

Später habe ich lange sehr weite Schnitte und vor allem Schwarz getragen. Rückblickend hatte dieses Verhüllen und ein bisschen im Schwarz Verschwinden sicher auch mit meiner persönlichen Entwicklung zu tun. Damit, herauszufinden, wer ich bin und wie viel ich von mir zeigen möchte.

 

Heute greife ich öfter zu helleren Farben und klassischen, körperbetonteren Schnitten. Vor allem geniesse ich es, mir die Freiheit zu geben, das anzuziehen, worauf ich gerade Lust habe.

 

Wie beeinflusst dein Beruf deinen Style?

Durch meine Arbeit mit Design, Interiors und visuellen Welten beschäftige ich mich seit Jahren mit Farben, Proportionen und Ästhetik – interessanterweise konnte ich das lange viel leichter auf Räume als auf mich selbst anwenden. Zum Glück hatte ich bei Shootings Jeannette, unsere Fashionverantwortliche, an meiner Seite, die uns immer passend zum jeweiligen Interior-Look gestylt hat. Von ihr habe ich gelernt, wie Farben wirken und dass man keine Angst davor haben muss, auch einmal bunt zu mischen. Das ist zwar noch immer nicht mein Alltag, aber zwischendurch trage ich inzwischen sogar Rot. ;-)

 

Heute bin ich froh, Tatjana an meiner Seite zu haben. Bei ihr lerne ich vor allem, wie sehr der eigene Stil Ausdruck der Persönlichkeit ist und wie ich das bewusst einsetzen kann. Durch das Stilquiz und die gemeinsame Analyse meines Kleiderschranks und meiner Farben verstehe ich immer besser, welche Stücke zu mir passen. Das hilft mir, gezielter zu investieren, meinen Kleiderschrank sinnvoll zu ergänzen und Fehlkäufe zu vermeiden.

Und vor wichtigen Terminen darf ich dich, liebe Tatjana, zum Glück noch einmal fragen: «Ist mein Outfit so okay?» ;-)

 

Welche Marken oder Designer inspirieren dich aktuell?

Ich mag klassische Basics, die sportlich und gleichzeitig chic sind. Gute Schnitte und schöne Qualität sind mir dabei wichtig – ebenso, dass ich die Teile im Alltag unkompliziert und immer wieder anders kombinieren kann.

 

Besonders gerne mag ich die Zürcher Labels Maison Miaki und Solané, sowie für meine Wollenpullis den Fairfashionbrand Jungle Folk. Ihre Stücke passen sehr gut zu meinem Stil und lassen sich vielseitig einsetzen. Ich finde es schön, Brands aus Zürich zu unterstützen, die in Europa und fair produzieren. Das macht sie für mich zusätzlich sympathisch.

 

Auf meiner Wunschliste steht als Nächstes eine Hose von Rossi Pants. Jetzt, wo der Herbst kommt und die Zeit der langen Hosen wieder beginnt, wäre das eine schöne Ergänzung für meinen Kleiderschrank.

 

Was war dein erster Designer-Kauf – und was hat er dir bedeutet?

Meine «Sac de Jour» von Saint Laurent. Die habe ich mir zu meinem 44. Geburtstag in Paris gekauft und damit einen lang gehegten Traum erfüllt. Besonders schön war, diesen Kauf mit einer tollen Reise zu verbinden. So erinnert mich die Tasche jedes Mal auch an Paris und diese besondere Zeit. Sie ist für mich ein Lieblingsstück, an dem eine unglaublich schöne Erinnerung hängt.



Lea Montini in Paris
Ich durfte Lea beim Kauf ihrer ersten Designertasche in Paris begleiten. Ein Klassiker, der perfekt zu Lea, ihrem Stil und ihrem Alltag passt.

 

Welche Farben dominieren deinen Kleiderschrank?

Bei Grün, Braun und Blau greife ich eher zu gedämpften Tönen. Dazu kommen Schwarz und Weiss. Insgesamt ist meine Garderobe farblich eher zurückhaltend, auch wenn ich inzwischen gerne ab und zu etwas Neues ausprobiere.

 

Gibt es Styling-Tricks, die du dir über die Jahre angeeignet hast?

Mein Styling-Trick beginnt eigentlich schon beim Einkaufen. Ich bin niemand, der besonders gerne oder viel shoppt. Wenn ich etwas kaufe, investiere ich deshalb lieber in gute Qualität und Stücke, die ich möglichst vielseitig tragen kann. Dafür darf etwas auch einmal mehr kosten, wenn ich es immer wieder anders kombinieren kann.

 

Ein Anzug ist ein gutes Beispiel: Ich kann ihn komplett als zusammenpassenden Look tragen, den Blazer mit Jeans kombinieren oder die Anzugshose mit einem unkomplizierten T-Shirt. Allein der Wechsel von Turnschuhen zu hohen Schuhen macht daraus schon wieder einen ganz anderen Look.

 

Besonders schön finde ich das bei Atelier 1985. Ich mag die Schnitte und Farben sehr. Lea Dätwyler zeigt auch wunderbar, wie unterschiedlich sich die Teile kombinieren und stylen lassen. Genau solche Inspirationen helfen mir, die vielen Möglichkeiten in einem einzelnen Stück zu sehen.

 

Wo suchst du Inspiration – Social Media, Streetstyle, Reisen oder Menschen um dich herum?

Bei meinen Lieblingsbrands wie Anine Bing und bei Menschen, denen ich auf Social Media folge. Wenn mir eine Kombination gefällt, mache ich einen Screenshot. Denn ehrlich gesagt, stehe ich oft vor meinem Kleiderschrank und habe erst einmal keine Idee. Dann bin ich froh um meine gesammelten Inspirationen und schaue, was ich mit meinen eigenen Sachen nachstylen kann.


Lea Montini im Sommer Outfit
Immer öfter trägt Lea Röcke, dazu gern Leo-Ballerinas – ein Statement-Piece, das jedes Outfit optimal ergänzt.

 

Seit Kurzem nutze ich dafür auch oft die STYLE ME easy App. Sie zeigt mir Outfitideen, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Manchmal fehlt mir einfach dieser kleine Anstoss, um die Sachen in meinem Schrank wieder anders zu kombinieren.

 


Lea’s Shopping-Profil:


Lea's Shoppingprofil

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Danke Lea für deine Sicht aufs Styling. Sehr spannend.

 

Nach vielen Jahren mit Mooris.ch befindet sich Lea heute in einer neuen Phase – mit Raum für neue Ideen, eigene Projekte und neue Wege. Wer sehen möchte, was daraus entsteht, folgt ihr am besten auf Instagram: hier ⬅️.

 




 
 
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