Style Saturday with Tamara Andjus
Tamara lernte ich an einem Apéro bei einer gemeinsamen Freundin kennen. Sie fiel mir sofort auf. Wie soll ich es beschreiben? Ich sage es einfach direkt: Ihre Aura strahlte. Ich musste sie anfangs regelrecht anstarren.
Vielleicht, weil ich seit meiner Mama, die Auratechnikerin war, mit Energien arbeite. Jedenfalls faszinieren mich Menschen, die mit ihrer Ausstrahlung einen ganzen Raum erhellen. Genau das ist Tamara. Wo sie auftritt, zieht sie die Blicke auf sich.
Und ja, Tamara ist eine sehr schöne Frau. Doch das allein ist es nicht. Sie wirkt individuell, selbstsicher, kleidet sich mutig. Eine Mischung, so spannend wie gefährlich.
Doch dann erzählte sie mir, dass sie zwar einen Masterabschluss in Rechtswissenschaften hat – doch dass das Leben und ihre Passion sie zu Bildern brachten.
Sie zeichnet am liebsten Pferde oder Tänzerinnen, inzwischen aber auch mal Hunde und andere Tiere. Spätestens da war ich von ihr gefesselt.
Tamara ist wirklich eine spannende Persönlichkeit, die ihren eigenen Weg geht, ob in der Kunst oder in der Mode. Manchmal treffe ich sie an Events und sie trägt meistens einen wunderschönen Rock oder ein Kleid – immer ein wenig mutig und leicht anders als alle anderen. Genau das mag ich sehr.
Momentan wird Tamara sehr gehypt mit ihrer Kunst. Sie hat einige Preise abgesahnt und wird im Dezember an der Aqua Art Miami ausstellen. Sie bewegt sich also auf grossen Bühnen, bleibt dabei aber immer sie selbst – ob mit der Kunst oder mit ihren Outfits.
Genau deshalb habe ich sie gefragt, ob sie ihre Erfahrungen mit Styling mit uns teilt. Ich freue mich, dass sie Ja gesagt hat.
Los geht's.

Name: Tamara Andjus
Alter: 45 Jahre
Beruf: Künstlerin
Wie würdest du deinen Style in 3 Worten beschreiben?
Elegant. Künstlerisch. Zeitlos.
Was ist dir wichtig bei deinen Outfits – besonders bei Auftritten oder im Job?
Eleganz und Komfort.
Was ist dein absolutes Lieblingskleidungsstück – und warum?
Immer ein Kleid. Es gibt mir ein gutes Gefühl und schenkt mir Selbstbewusstsein.
Wie beeinflusst dein Beruf deinen Style?
Als Künstlerin ist die Art, wie ich mich kleide, ein wichtiger Teil meines Ausdrucks. Die Menschen erleben nicht nur meine Kunstwerke – sie erleben mich als Ganzes. Mein Stil ist, genau wie meine Bilder, eine Verlängerung meiner Persönlichkeit und meines Charakters. Er ist eine weitere kreative Sprache, mit der ich zeigen kann, wer ich bin, noch bevor ich ein Wort sage. Ich liebe es, dass Mode – genau wie Kunst – Geschichten erzählen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann.

Gibt es ein Kleidungsstück, das dich immer „du“ fühlen lässt?
Definitiv ein Kleid. Ich habe Kleider schon immer geliebt, weil sie sofort meine Stimmung heben und mir das Gefühl geben, die beste Version von mir selbst zu sein.
Sie sind unkompliziert, bequem und gleichzeitig elegant. Ob ein schlichtes Alltagskleid oder ein auffälligeres Modell – ich liebe es, wie ein Kleid die Ausstrahlung und das Gefühl, das man von sich selbst hat, verändern kann. Für mich ist es mehr als nur Kleidung – es steht für Selbstbewusstsein, Weiblichkeit und ein kleines Kunstwerk, das ich tragen darf.
Wer sind deine Style-Vorbilder (früher oder heute)?
Ich würde Sarah Jessica Parker sagen. Nicht wegen ihrer auffälligen Fashion-Momente, sondern weil ich liebe, wie sie Bewegung, Volumen und Individualität in ihren Stil integriert.
Ihre Looks wirken künstlerisch, mühelos und voller Persönlichkeit. Ich fühle mich besonders zu fliessenden Kleidern hingezogen, die sich mit mir bewegen und nicht gegen mich. Sie geben mir ein Gefühl von Freiheit, Weiblichkeit und Leichtigkeit. Kleidung sollte für mich Leben und Bewegung haben – genau wie Kunst. Ausserdem bin ich mit der Serie „Sex and the City“ aufgewachsen, und ich kann definitiv sagen, dass sie meinen Stil bis heute beeinflusst hat.

Hattest du schon mal einen legendären Outfit-Fauxpas?
Natürlich! Mode lebt vom Ausprobieren und nicht jedes Experiment gelingt. Einer meiner klassischen Fauxpas ist es, overdressed zu sein – das ist mir schon öfter passiert und kann durchaus peinlich sein, wenn alle Blicke aus den falschen Gründen auf einen gerichtet sind.
Einmal ist mir sogar auf einer Veranstaltung ein elegantes Kleid gerissen. Zuerst habe ich versucht, den Riss zu verstecken, aber irgendwann hatte ich so viel Spass, dass ich ihn völlig vergessen habe. Das Wichtigste ist: Auch in solchen Momenten sollte man sein Outfit mit Selbstbewusstsein tragen und sich nicht verunsichern lassen. Genau das macht den Unterschied.
Was war dein mutigster Fashion-Moment bisher?
Ein massgeschneidertes Designerkleid auf einem Ball in der Wiener Hofburg zu tragen, als gleichzeitig meine Kunstausstellung stattfand. Ich war unglaublich aufgeregt und wollte mich an diesem besonderen Abend auch besonders fühlen. Das Kleid war lang, schwer und wunderschön – mit unzähligen handgefertigten Details. Es war ein unvergesslicher Moment, denn ich trug nicht nur ein aussergewöhnliches Kleid, sondern auch die Verantwortung, meine Kunst einem grossen Publikum zu präsentieren.

Wie bereitest du dich auf einen Auftritt, Dreh oder Event vor?
Für mich geht es nicht darum, perfekt auszusehen, sondern darum, mich wie ich selbst zu fühlen. Sobald ich mich in meinem Outfit wohlfühle, fügt sich alles andere ganz von selbst zusammen. Dann kann ich den Moment geniessen, Menschen begegnen und meine Kunst mit ihnen teilen. Genauso ist es bei Interviews oder Fotoshootings.
Was wünschst du dir, dass Menschen über Mode endlich verstehen würden?
Ich wünschte, die Menschen würden aufhören, Mode als etwas Oberflächliches zu betrachten. Für mich ist Mode – genau wie Kunst – eine Form des Selbstausdrucks. Was wir tragen, erzählt Geschichten, spiegelt unsere Persönlichkeit, unsere Stimmung und sogar unsere Werte wider, ganz ohne Worte.
Wahrer Stil bedeutet nicht, Trends zu folgen oder teure Marken zu tragen. Er bedeutet, Kleidung zu wählen, die sich authentisch anfühlt und einem das Selbstvertrauen gibt, man selbst zu sein. Wenn Kleidung wirklich die eigene Persönlichkeit widerspiegelt, wird Mode zeitlos.
Tamara’s Shopping-Profil:

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Danke, liebe Tamara.
Mode ist – genau wie Kunst – eine Form des Selbstausdrucks! WOW, schöner könnte ich es nicht sagen. Genauso sehe ich es auch.
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deiner Kunst und deinen tollen Outfits und freue mich auf jede weitere Begegnung.
Als Nächstes freue ich mich, deine Kunst im Oktober beim Art Salon Zürich zu sehen. Dort präsentiert Tamara Andjus vom 22. bis 25. Oktober 2026 ihre Arbeiten. Ihre Kunst verbindet eine ausdrucksstarke Bildsprache mit einer unglaublichen Tiefe – man bekommt wirklich das Gefühl, die Bilder sprechen mit einem.
Aber schaut am besten selbst – hier ⬅️.




